Losung für den 01.07.2022

Wende dich, HERR, und errette meine Seele, hilf mir um deiner Güte willen! Psalm 6,5

Jesus wandte sich um und sah die Frau und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde. Matthäus 9,22

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Offener Brief der Fachberatung Evangelischer Tageseinrichtungen

Kindertageseinrichtungen im Corona-Stress

Die Fachberatung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder unserer Kirchenkreise möchte mit dem folgenden Text auf die Situation in unseren Kindergärten und Kindertagesstätten aufmerksam machen:

Seit dem Frühjahr 2020 hält das Corona-Virus nun unser Land in Atem.
Seither wurden Fortschritte im Umgang mit der Pandemie gemacht und in vielen Bereichen ein Modus gefunden, wie das Leben weitergehen kann.
In Kindertageseinrichtungen wird seither versucht, den Betrieb aufrecht zu erhalten, einerseits, um Kindern ihr Recht auf Bildung zu ermöglichen, andererseits aber auch um Eltern Freiräume zu schaffen, ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Der Anspruch, die Bildungseinrichtungen offen zu halten, hat jedoch seinen Preis.
Als Fachberatung für evangelische Kindertageseinrichtungen für Kinder stehen wir mit den Kita-Leitungen, Fachkräften und Trägervertreter*innen im engem Kontakt und möchten mit diesen Brief die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Situation in den Ev. Kindertageseinrichtungen lenken.

Mit freundlichen Grüßen

Silvia Franken

Zoom auf die Kindertageseinrichtungen

Seit dem Start in den Regiebetrieb am 17. August 2020 ist es um die Kindertageseinrichtungen ruhig geworden. Zu Beginn des Jahres gehörten die Fachkräfte zu systemrelevanten Personen und es gab wöchentliche Empfehlungen vom Ministerium zum eingeschränkten Regelbetrieb. Seit der Aufnahme im Regelbetrieb gibt es keine Empfehlungen mehr, vielmehr eine Bildungsgarantie. Die Bildungsgarantie verspricht: Die Kitas bleiben auf! Eltern sind erleichtert und einige fordern, alle Aktivitäten, die es vor Corona gab, sollen durchgeführt werden, denn die Kitas sind ja im Regelbetrieb!

Regelbetrieb? Nein, wir sind weit weit entfernt von einem Regelbetrieb! Die Kinder sind in ihren Freiräumen beschränkt. Freunde und Spielpartner aus der Kita dürfen nicht frei von den Kindern gewählt werden. Die aktuell bestehenden Gruppen sollen beibehalten werden und eine „Durchmischung“ der Kinder muss vermieden werden. Auch die zahlreichen Spielbereiche in der Kita sind aufgeteilt und abgegrenzt. Wenn der Kreativbereich nun nicht dazugehört, muss auch darauf erst einmal verzichtet werden. Kinder wurden vor Corona in ihrer Selbstständigkeit unterstützt und nun? Alltagshelfer*innen unterstützen die Fachkräfte bei der Verteilung des Essens und bei zahlreichen Hygieneaufgaben im Alltag. Die Kinder verabschieden sich an den Eingangstüren der Kitas von ihren Eltern. Eltern haben den Eindruck, dass sie den Bezug zu ihrer Kita verlieren und Kinder können ihre Räume nicht mehr mit den Eltern teilen. Das Kinderbildungsgesetz in NRW beschreibt, dass Kinder gemäß ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen entsprechend bei der Gestaltung des Alltags in der Kita mitwirken sollen………aber nur soweit wie die Hygieneregeln dies in der Pandemiezeit ermöglichen.

Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten selbstverständlich ohne Masken mit den Kindern, denn die Begegnungen zwischen Fachkräften und Kindern werden von Mimik und Stimme maßgeblich geprägt. Damit ein Kind sich sozial und emotional entwickeln kann, braucht es Zugewandtheit und Nähe der Fachkräfte. Kita- Leitungen stellen sich der Situation, dass es ein Fachkräftegebot gibt, aber keine Fachkräfte. Die Personalverordnung ist seit August 2020 veröffentlicht und in drei Teile unterteilt. Es gibt nun reguläre Fachkräfte, weitere Fachkräfte während des Fachkräftemangels und weitere Kräfte während der Pandemie. Der Fachkräftemangel hat sich durch die Pandemie vielerorts zugespitzt und verschärft die Betreuungssituation. Was für Möglichkeiten bietet das nun den Teams vor Ort und den Kindern, die ebenfalls laut KiBiz einen Anspruch auf Kontinuität bei der Begleitung der kindlichen Bildungsprozesse haben? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten und muss im Einzelnen betrachtet werden, wie viele weitere Bildungs- und Arbeitsprozesse in der Kita.

Daher wünsche ich mir, dass die aktuellen Verunsicherungen bei den Fachkräften in den Kitas durch fehlende Empfehlungen und Richtlinien des Landes von der Öffentlichkeit aufgenommen werden, dass Verständnis entsteht für die vielen Entscheidungsprozesse, die in den jeweiligen Kitas zwischen Fachkräften - Kita-Leitungen - Eltern und Träger sorgsam beraten und abgestimmt werden. Die aktuelle Situation fordert jeden Einzelnen von uns. Daher braucht es Empfehlungen und Richtlinien vom Land, damit Kita-Leitungen und Träger Sicherheit in ihren Entscheidungen erlangen, um mit unzähligen Herausforderungen während der Pandemie umgehen zu können. Es braucht einen konstruktiven Austausch aller Beteiligten mit Rücksicht, Akzeptanz, Fehlerfreundlichkeit und einem gemeinsamen Ziel: Das Recht der Kinder nach Selbstbildungsprozessen durch eine zuverlässige Fachliche Begleitung zu sichern.

FACHBERATUNG EVANGELISCHER
TAGESEINRICHTUNGEN FÜR KINDER
IN DEN KIRCHENKREISEN AN SIEG UND RHEIN
BAD GODESBERG-VOREIFEL UND BONN


 

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04.12.2020



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