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Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat. Lukas 12,15

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Empfang in der Kirche Empfang in der Kirche in Kusini A (Foto: E. Braun)

Perspektivenwechsel

Eine Delegation des Kirchenkreises Bonn besucht Kusini A

Es ist nicht so, dass die Welt sich andersrum dreht, nachdem sechs Menschen aus verschiedenen Kirchengemeinden des Bonner Kirchenkreises vom 18. September – 02. Oktober 2017 unseren Partnerkirchenkreis Kusini A in Tansania besucht haben. Aber die Sicht auf die Welt, meine Sicht auf die Welt, ist eine andere, wenn ich sie – und sei es auch für eine kurze Zeit - von Tansania aus betrachtet habe.

Die Delegation aus dem Kirchenkreis Bonn zusammen mit den Mitgliedern des Partnerschaftsauschusses von Kusini A (Foto: K. Rose) Die Delegation aus dem Kirchenkreis Bonn zusammen mit den Mitgliedern des Partnerschaftsauschusses von Kusini A (Foto: K. Rose)

Persönliche Begegnungen sind von Beginn an regelmäßiger und aus meiner Sicht unverzichtbarer Teil der Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen Kusini A und Bonn. Die Entfernung der Partner ist nicht nur räumlich groß (Luftlinie Bonn-Bukoba ca. 6.250 km), auch die Lebensumstände könnten kaum unterschiedlicher sein. Gegenseitiges Kennen- und Verstehenlernen sind deshalb fast unmöglich, wenn wir uns nicht zueinander auf den Weg machen und die Welt so aus der Perspektive der Partner sehen und erleben können.

Eine der vielen besuchten Gemeinden in Kusini A (Foto: E. Braun) Eine der vielen besuchten Gemeinden in Kusini A (Foto: E. Braun)

Ziel des diesjährigen Besuches war insbesondere der Abschluss einer Partnerschaftsvereinbarung, die Ziele und Inhalte der Partnerschaftsarbeit für beide Seiten festhalten sollte. Damit die Vereinbarung auf eine möglichst breite Basis gestellt werden konnte, wurde die Reise intensiv auch im Rahmen von Projekttagen vorbereitet und die Delegation war größer als üblich. An den Gesprächen zur Vereinbarung sollten auch auf Seiten der tansanischen Partner möglichst viele Mitglieder des dortigen Partnerschaftsausschusses teilnehmen können. Dieses Ziel konnten wir erreichen. Nach intensiven Gesprächen und einigen Änderungen am Entwurf kann der Herbstsynode des Kirchenkreises nach letzten Übersetzungsarbeiten eine unterschriftsreife Vereinbarung vorgelegt werden.

Neben diesen Gesprächen hatten sich unsere Partner vorgenommen, unserer Delegation alle Gemeinden im Kirchenkreis Kusini A vorzustellen. Das bedeutete für unsere Delegation täglich zahlreiche Kilometer kreuz und quer durch den Kirchenkreis, aber auch ein von großer Herzlichkeit geprägtes, erwartungsvolles Begegnen mit vielen Worten und vor allem mit viel Musik. Die vielen intensiven Eindrücke waren kaum zu verarbeiten, zumal am folgenden Tag jeweils neue Begegnungen dazu kamen. Anstrengend, ja, aber auch wichtig, um sehen und spüren zu können, wie unsere Partner leben, Ihren Alltag bewältigen und für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen.

Da droht ein länger ausbleibender Regen zahlreichen Familien die Lebensgrundlage für das kommende Jahr zu entziehen, weil die Ernte der selbst angebauten Lebensmittel nicht nur die eigene Versorgung sicherstellen muss, sondern deren Verkauf auch die einzige Einnahme der Familien ist.

Wie immer ist trotz des dicht gedrängten Programms am Ende zu wenig Zeit. In Gesprächen können Themen nur angerissen werden, die das gegenseitige Verständnis vertiefen könnten. Dabei ist das so wichtig, denn nicht nur die wirtschaftlichen Grundlagen des Lebens unterscheiden sich. Auch in Fragen des Glaubens und dessen Umsetzung in den jeweiligen Alltag wäre es wichtig, sich auszutauschen und sich mit Erfahrungen zu bereichern. Das ist weder immer einfach noch ist ein schneller Erfolg sicher. Aber ohne diesen Austausch, der den Perspektivenwechsel erst möglich macht, würde sich die Partnerschaft auf finanzielle Transaktionen beschränken. Ohne diese gering zu schätzen: Mir wäre das zu wenig.

Deshalb hoffe ich, dass wir die Partnerschaft nun auf der Grundlage unserer gemeinsamen Vereinbarung weiterentwickeln und mit immer mehr Leben füllen können.

Es lohnt sich, hin und wieder die Perspektive zu wechseln.

Ein Bericht von Evelyn Heinle-Braun

 

Einen weiteren Bericht über den Besuch in Tansania finden Sie auch im VEM-Journal. Dieser Artikel wurde von Dr. Karin Rose aus der Trinitatiskirchengemeinde in Endenich geschrieben. Der Artikel befindet sich auf den Seiten 22 und 23.

https://www.vemission.org/fileadmin/redakteure/Dokumente/Publikationen/VEM_Journal/2017_11_24_VEM17016_MAG_Journal_04_2017.pdf

 

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13.12.2017



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